#Soundaktion am 14. Juli „Drumming The Monument“ #CallMeRäterepublik

denkmal1Am 14. Juli – 22.15 Uhr – Drumming the Monument – Soundaktion  (am Denkmal zum Matrosenaufstand im Ratsdienergarten)
Detlef Schlagheck, Momen Shaweesh und Drummer der Kieler Musikszene lassen das Denkmal zum Kieler Matrosenaufstand in drei Bildern erklingen.
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Kurzbericht zu vergangenen Veranstaltungen #CallMeRäterepublik

Einen erfolgreichen Auftakt hatte die Veranstaltungsreihe am 7. Juni mit der Vernissage im ONspace. Ca. 70 Besucher*innen interessierten sich für die Ausstellung.

Am 9. Juni wohnten ca. 25 Zuhörer*innen zwei Vorträgen rund um die Räterepublik bei. Dazu gab es Linsensuppe gegen Spende.

Zu den Vorträgen gibt es auch Aufzeichungen, die wir sichten und ggf. auch veröffentlichen werden.

Die nächste Veranstaltung findet am 15. Juni statt: Die Dialogische Lesung zu Ernst Tollers „Eine Jugend in Deutschland“. Ab 17 Uhr!

Was ist eigentlich eine #Räterepublik?

Rathaus Bremen 15111918.jpg
Verkündung der Machtübernahme durch den Arbeiter- und Soldatenrat in Bremen am 15. November 1918 – Von Barth – Staatsarchiv Bremen, CC BY-SA 3.0, Link

Wir verweisen hier zunächst einmal auf die Wikipedia. Der Aktuelle Artikel beginnt so:

Eine Räterepublik oder Rätedemokratie ist ein politisches System, bei dem die Herrschaft von der Bevölkerung über direkt gewählte Räte ausgeübt wird. Die Räte sind der Basis direkt verantwortlich und an deren Weisungen gebunden. Ein solches imperatives Mandat steht im Gegensatz zum freien Mandat, bei dem die gewählten Mandatsträger nur „ihrem Gewissen“ verantwortlich sind. Räte können demgemäß von ihrem Posten jederzeit abberufen oder abgewählt werden (Recall).

In einer Räterepublik sind die Wähler in Basiseinheiten organisiert, beispielsweise die Arbeiter eines Betriebes, die Bewohner eines Bezirkes oder die Soldaten einer Kaserne. Sie entsenden direkt die Räte als öffentliche Funktionsträger, die Gesetzgeber, Regierung und Gerichte in einem bilden. Im Unterschied zu früheren Demokratiemodellen nach Locke und Montesquieu gibt es somit keine Gewaltenteilung. Die Räte werden auf mehreren Ebenen gewählt: Auf Wohn- und Betriebsebene werden in Vollversammlungen Abgesandte in die örtlichen Räte entsandt. Diese delegieren wiederum Mitglieder in die nächsthöhere Ebene, die Bezirksräte. Das System der Delegierung setzt sich bis zum Zentralrat auf staatlicher Ebene fort, die Wahlvorgänge geschehen somit von unten nach oben. Die Ebenen sind meist an Verwaltungsebenen gebunden.

Als Vorbild für die Rätedemokratie gilt die Pariser Kommune vom 18. März bis 28. Mai 1871.

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar;

Ihr könnt dort weiterlesen, bzw. dort auch weiter Artikel zum Thema lesen. Für eine erweiterte Perspektive auch im Hinblick auf den Matrosenaufstand empfehlen wir dann sich die Vorträge am 9. Juni im ONspace anzuhören!

9. Juni: Zwei Vorträge zur Rätebewegung 1918 und zum #Matrosenaufstand #Räterepublik

cropped-cropped-logo.jpgDie Rätebewegung während des revolutionären Aufstands der Matrosen und Arbeiter in Kiel (1918-1919) im ONspace um 17 Uhr:
Der Historiker Klaus Kuhl beschreibt, warum und wie sich die Aufständischen in Kiel in Räten organisierten. Die Räte eroberten die militärische und politische Macht und schufen die Grundlagen für durchgreifende Reformen. Doch die Soldatenräte konnten schließlich – insbesondere auf Betreiben Noskes – wieder abgeschafft werden. Die Ursachen dafür erläutert Kuhl in einem durch Fotos und Filmausschnitte illustrierten Vortrag.

Im Anschluss:
Vortrag von Helge Döhring im ONspace im Anschluss : 1918: Revolution ohne Revolutionäre
Ein Staatssystem bricht zusammen, und ein anderes System übernimmt das alte. Ist das eine soziale Revolution?
Dafür bräuchte es Revolutionäre. Und zwar so viele, dass sie einen repräsentativen Teil der gesamten Bevölkerung stellten. Und zwar von einer Qualität, dass das gesellschaftliche Leben ohne zentralistische Bevormundungen fortgeführt werden könnte. Zudem müsste das ganze in einem zumindest europaweiten revolutionären Kontext stehen, um vom Ausland her nicht militärisch besiegt zu werden. Wie stand es damit 1918/19 in Deutschland?
Wie beurteilte die syndikalistische Arbeiterbewegung die Situation?
Was verband und was trennte sie theoretisch und praktisch von den revolutionären Ereignissen?

Update: Für die Hungrigen wird es auch Linsensuppe geben gegen Spende!

Für Übernachtung können wie via Medusa um die Ecke günstige Angebote machen.

#CallMeRäterepublik #Spenden #Crowdfunding ?

Wer für das Projekt spenden möchte, kann das tun. Spenden gehen dann an überwiegend an beteiligte Künstler*innen und an nicht voraussehbare Kosten. Die grundlegenden Kosten sind zur Hälfte durch die LAG Soziokultur gedeckt.

Auch kleine Beträge helfen uns schon weiter. Sobald Spenden eingehen, werden wir hier den Status veröffentlichen.

Da es uns nicht gelungen ist, unser Projekt auf der Plattform startnext,com freischalten zu lassen, da diese inhaltliche Vorgaben machen, versuchen wir es nun direkt hier. Ihr könnt eine Spendenbescheinigung bekommen, allerdings keine für Gemeinnützigkeit und das Finanzamt.

Die Bankverbindung:

IBAN: DE82 7002 2200 0020 0942 57
BIC: FDDODEMMXXX

Verwendungszweck: Raterepublik

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